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ReFood GmbH & Co. KG

Erneuerbare Energie schont natürliche Ressourcen

ReFood sammelt in Deutschland jährlich circa 500.000 Tonnen Lebensmittelreste ein. Aus diesem nachhaltigen Rohstoff entstehen in eigenen Biogasanlagen Strom und Wärme für derzeit knapp 50.000 Haushalte und ersetzen damit Energie aus Atomkraft und Steinkohle.

Produkte, die Sinn machen

  • Die nicht verzehrten Pommes Frites aus dem Restaurant oder der abgelaufene Joghurt aus dem Supermarktregal – im Sinne der Nachhaltigkeit nutzt ReFood als innovatives Entsorgungsunternehmen ausschließlich organische Materialien, die in der Lebensmittelkette keine Verwendung mehr finden. Aufgrund ihrer energetischen Anteile an Kohlenhydraten, Zucker und Fett sind solche Reststoffe kein Abfall, sondern als wertvollen Rohstoff zu betrachten. ReFood wandelt solche Lebensmittelreste, die ansonsten kompostiert und damit einer viel geringeren Verwertung zugeführt würden, in umweltfreundliche Energie um.

    • Nachhaltiger Strom

      • Abhängig von der Zusammensetzung aus Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten gewinnt ReFood aus einer Gewichtstonne organischer Reststoffe bis zu 150 Kubikmeter Biogas, die im BHKW zu rund 350 Kilowattstunden (kWh) Strom umgewandelt werden. Mit der Energie aus 70 großen Speiserestebehältern deckt ein Durchschnittshaushalt seinen jährlichen Strombedarf (3.500 kWh) und spart damit rund 200 Tonnen CO2.

      Klimaschonende Wärme

      • Die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung nutzt den Energieträger Biogas gleich zweimal: Bei der Verstromung im BHKW entsteht neben Strom auch Wärme. Die Abwärme nutzt ReFood etwa um die Lebensmittelreste für den Hygienisierungsprozess auf rund 45 C° vorzuheizen, ebenso Heißwasser für die Behälterwaschanlage oder die tägliche Fahrzeugreinigung.

      Organischer Dünger

      • Gegenüber mineralischen Düngemitteln erweist sich das Gärprodukt aus unseren Biogasanlagen als besonders nachhaltig: Weder Energie noch seltene Rohstoffe wie etwa Phosphor werden zur Herstellung unseres hochwertigen NPK-Düngers DynAgro verwendet. Da in den ReFood-Biogasanlagen zudem Lebensmittelreste vergärt werden, schließt sich bei der Ausbringung auf die Felder der Nährstoffkreislauf, denn wichtige Nährstoffe werden dem Boden damit zurückgegeben. mehr

      Rohstoff für Biodiesel

      • Neben den Altspeisefetten, die ReFood den Lebensmittelresten entzieht, werden auch die Speiseöle und Frittierfette als nachhaltiger Rohstoff an die Biodiesel-Industrie weitergegeben. Würde ein Mittelklassewagen mit reinem Biodiesel betankt, könnte er mit dem Kraftstoff aus einem Frittierfettbehälter rund 1.000 km fahren. ReFood betankt damit auch die eigene Fahrzeugflotte und trägt auf diese Weise dazu bei, dass fossile Kraftstoffe geschont werden.

Nachhaltigkeitszertifikat

ReFood bietet seinen Gewerbe- und Industriekunden ein weltweit einzigartiges Nachhaltigkeitszertifikat über positive Umwelt-, Energie- und Ressourceneffekte der kreislaufwirtschaftlichen Aktivitäten.

Aufbereitung der Speisereste

  • Wenn die Lebensmittelreste in der Annahmehalle der ReFood-Niederlassungen eintreffen, werden sie zunächst zerkleinert. Eine Hammermühle zerschlägt die eingesammelten und nach Fraktionen getrennten Lebensmittelreste und separiert Verpackungsbestandteile wie Pappe und Folien, die anschließend thermisch weiterverwertet werden.

Hydrozyklon

  • In einem Hydrozyklon werden letzte Störstoffe wie zum Beispiel Blechstücke und Glassplitter durch Schwerkraft abgesondert.

Dekanter

  • ReFood entfettet die Lebensmittelreste in einem Dekanter. Das so gewonnene Altspeisefett wird gereinigt: Wasser und Schmutz sowie Polyethylene werden in verschiedenen Filteranlagen entfernt, um einen störstofffreien Rohstoff zu erhalten. Diese Altspeisefette werden, genau wie die gebrauchten Speiseöle die über den Oleo 90 Behälter eingesammelt werden, an Biodieselhersteller weitergegeben.

Vorlagebehälter

  • Die vorbereitete Biomasse gelangt in der Biogasanlage zunächst in einen Vorlagebehälter. Dort werden Kohlenhydrate, Proteine und Fette in einfache organische Bausteine, in der Regel langkettige Fettsäuren, aufgespalten. Diesen Vorgang bezeichnet man als Hydrolyse. Unterschiedliche Bakterienstämme sind jeweils für die Verarbeitung bestimmter Stoffe, etwa Fette und Proteine, zuständig. Durch diese Vorversäuerung fällt der pH-Wert auf ca. 3,5 bis 4 ab.

Fermenter

  • Im Fermenter findet der Hauptgärprozess statt, bei dem die organische Masse in Biogas umgewandelt wird, welche im Wesentlichen aus Methan und Kohlendioxid besteht. Dieser Prozess erfolgt unter Ausschluss von Licht und Sauerstoff. Zunächst werden aus den langkettigen Fettsäuren aus der Hydrolyse kurzkettige Säuren wie Essigsäure gebildet, aus denen anschließend die sogenannten methanbildenden Bakterien Biogas erzeugen. Dieses Biogas besteht bis zu 60 Prozent aus Methan. In diesem Abschnitt der Biogasbildung sind konstante Bedingungen wie Temperatur, pH-Wert und Beschickungsmenge notwendig.

Kombispeicher

  • Durch den Hauptgärprozess werden zwei Produkte aus der Biomasse gewonnen: Biogas und ein Gärprodukt, das als Flüssigdünger genutzt wird. Im Kombispeicher findet eine weitere Nachgärung statt, um auch schwer zersetzbare organische Abfälle aufzuspalten. Landwirtschaftliche Dienstleister bringen das Gärprodukt zur Düngung auf Acker- und Grünland aus. Während der gesetzlichen Sperrfrist wird der Dünger gelagert.

Entschwefelung

  • Bevor das Biogas im Blockheizkraftwerk (BHKW) zum Einsatz kommt, entschwefelt es ReFood zum Schutz der Motoren, Abgaskatalysatoren und Abhitzekessel. In einer biologischen Entschwefelungskolonne wandeln Bakterien den Schwefelwasserstoff in elementaren Schwefel um. Dieser wiederum wird dem Gärprodukt als hochwertiger Pflanzennährstoff zugesetzt. Da der Ertrag an Biogas nicht immer konstant ist, sorgt ein Speicher als Puffer für eine gleichmäßige Gaszufuhr. Vom Gasspeicher aus gelangt das Gas über Rohrleitungen in eine Gaskühltrocknung, um das relativ feuchte Gas vom Kondensat (Wasser) zu trennen. Der Aktivkohlefilter holt den letzten Rest an Schwefelwasserstoff aus dem Gas.

Blockheizkraftwerk

  • Im BHKW verbrennt ein Gasmotor das Biogas und treibt einen Generator an, welcher Strom erzeugt. ReFood nutzt einen Teil der Energie für die eigenen Produktionsprozesse in den Niederlassungen. Über einen Trafo gelangt der restliche Strom in öffentliche Energienetz. Die Abgaswärme der BHKW's wird unter anderem zur Warmwasser und Wasserdampfgewinnung genutzt. Bei einer Wartung oder Störung besteht aus Sicherheitsgründen die Möglichkeit, das Gas über eine Notfackel zu verbrennen.

Labor

  • Das tägliche Beproben der Inputstoffe im hauseigenen Labor garantiert einen reibungslosen Ablauf der Biogasproduktion. Somit sorgt das Unternehmen auch für ein größtmögliches Maß an Sicherheit.

ReFood GmbH & Co. KG // Ein Unternehmen der SARIA-Gruppe


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